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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät

Fakultätspreis für gute Lehre im WiSe 2021/22 und SoSe 2022

Der Fakultätspreis für gute Lehre 2021/22 wurde Prof. Dr. Lukas Rösli vom Nordeuropainstitut verliehen.

 

Die Auswahlkommission der Sprach- und literaturwissenschaftlichen Fakultät hat sich dafür ausgesprochen, das Projekt „Verfemte feministische Forschung sichtbar machen“ von Herrn Prof. Dr. Lukas Rösli mit dem Preis für gute Lehre auszuzeichnen. Herr Rösli wird in seinem Projekt am Beispiel des Lebens der Skandinavistin Adeline Rittershaus der Frage nachgehen, wie im deutschen Kaiserreich Forscherinnen und ihre (proto-)feministische Forschung diskursiviert wurden, und wie sie aus dem akademischen Leben ausgegrenzt wurden. Gleichzeitig will das Projekt mit den Studierenden Formen des akademischen und öffentlichen Sichtbarmachens erproben, um dem Ausschluss umkehrend zu begegnen. Zur Sichtbarmachung sollen der Wikipedia-Eintrag, Twitter, Rezensionen, Annotationen und Datenbanken dienen. Im Anschluss soll die Frage bearbeitet werden, wie feministische Forschung durch Frauen im akademischen Bereich heute reüssieren oder scheitern kann.

Insbesondere drei Punkte fand die Jury hierbei überzeugend: Es handelt sich um eine hochinteressante Themenstellung (Märchenforschung, die Zeit des Kaiserreiches, feministische Theorieansätze), die gleichzeitig historische und aktuelle Momente umfasst. Zweitens erprobt das Projekt handlungsorientiert Forschung in der Öffentlichkeit zugänglich und bekannt zu machen und zeigt die Bedeutung von Sichtbarkeit auf. Und drittens verbindet das Projekt forschendes und kollaboratives Lehren und Lernen und eröffnet für die Studierenden damit die Möglichkeit, im Forschungsverbund eigene Akzente zu setzen und sich in einer Gemeinschaft akademischer Arbeit zu erfahren.

 

 

Der Fakultätspreis für gute Lehre 2020/2021 wurde Frau Dr. Constanze Baum vom Institut für deutsche Literatur verliehen.

 

Die Auswahlkommission der Sprach- und literaturwissenschaftlichen Fakultät hat sich dafür ausgesprochen, das Projekt „Blütenlese - Literarische Botanik“ von Frau Dr. Constanze Baum mit dem Preis für gute Lehre auszuzeichnen. Frau Baum will gemeinsam mit den Studierenden in diesem Seminar ein innovatives Feld in den Literatur- und Kulturwissenschaften, die Cultural Plant Studies erkunden. Dabei geht es um die Grundmotive künstlerischer Darstellung von Blumen und Pflanzen in Texten und Bildern, sei es als Motiv, Metapher, Attribut, emotionale Reflexionsfläche, Wissensgegenstand oder einfach nur in der Form naturkundlicher Objekte. Dabei soll nun u.a. im Rahmen der digitalen Lehre eine Online-Ausstellung semesterbegleitend erarbeitet werden, wobei die Studierenden verschiedene virtuelle Ausstellungen kennenlernen und mit dem Open Source Tool omeka eine eigene Ausstellung kuratieren.

Insbesondere drei Punkte fand die Jury hierbei überzeugend: Es handelt sich um ein sehr originelles, intellektuell interessantes und methodisch durchdachtes Projekt, das die Studierenden begeistern und motivieren wird. Das Projekt ist handlungsorientiert konzipiert und eröffnet damit vielfältige Anschlussmöglichkeiten für die Lernenden, sei es in einer akademischen oder eher anwendungsorientierten Umgebung. Und drittens erprobt das Projekt Möglichkeiten der Online-Lehre und der Welt digitaler Lehr- und Lernmöglichkeiten, die sowohl für Studierende als auch für Lehrende Anregungen für die Zukunft geben werden.